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Niels Bubel - Rückblick 2013

Die Grund­lage für das er­folg­rei­che Jahr legte ich in drei Ski­trai­nings­la­gern im pol­ni­schen Rie­sen­ge­birge. Dort kämpfte ich mich bei ei­si­gen Tem­pe­ra­tu­ren über die Loi­pen der Hoch­ebene am Fuße der Schneekoppe.

Im ers­ten Halb­jahr ar­bei­tete ich im Ver­gleich zum Ma­ra­thon an mei­ner Schnel­lig­keit auf den Un­ter­dis­tan­zen. Ich stieg mit ei­ner Zeit von 31:40 Mi­nu­ten über 10 Ki­lo­me­ter in die Sai­son ein, ge­wann den Meis­ter­schafts­lauf um den Deut­schen Hoch­schul­meis­ter für die Beuth Hoch­schule auf der­sel­ben Dis­tanz in Wit­ten und legte an der Elbe eine über­fäl­lige Best­zeit mit 67:55 Mi­nu­ten im Halb­ma­ra­thon nach.

Nach ei­ner kur­zen Pause nahm ich mit dem Sieg beim Run of Spi­rit im Evan­ge­li­schen Jo­han­nes­stift und wei­te­ren Läu­fen im Rah­men des Ber­li­ner Läu­fer­cups wie­der Fahrt auf. Dazu war ich als Guide für die Ber­li­ne­rin Re­gina Voll­brecht auf der Bahn un­ter­wegs. Ich wollte mich auf mei­nen Marathon-Höhepunkt bei der DM in Mün­chen kon­zen­trie­ren und fuhr ins­ge­samt sie­ben Wo­chen ins Allgäu.

In der Vor­be­rei­tung stei­gerte ich über­ra­schen­der Weise er­neut meine Halbmarathon-Bestzeit um 5 Se­kun­den und ge­wann da­mit nicht nur mei­nen ers­ten Berlin-Brandenburgischen Meis­ter­ti­tel, son­dern auch den Ber­li­ner Läufer-Cup und Deutsch­land Cup der Deut­schen PalliativStiftung.

Di­rekt nach der Rück­kehr aus dem drit­ten Trai­nings­la­ger im Som­mer be­stand ich ei­nen spon­ta­nen Tempo-Test über 10.000 Me­ter. In ei­nem breit ge­streu­ten Lauf ver­bes­serte ich meine Best­zeit um 58 Se­kun­den auf 31:21 Mi­nu­ten. Vier Tage spä­ter folgte mein Marathon-Test: Zwei Wo­chen vor dem Start bei den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten durfte ich als Hase bis Ki­lo­me­ter 35 Irina Miki­tenko beim Berlin-Marathon hel­fen, den Masters-Weltrekord auf 2:24:52 Stun­den zu verbessern.

Zu­ver­sicht­lich ging ich auch beim Jah­res­hö­he­punkt in Mün­chen an den Start. Bis dort­hin hatte al­les per­fekt ge­passt. Doch dann ver­spürte ich ein un­be­kann­tes Ge­fühl in der Ma­gen­ge­gend, dass sich bis zu ei­nem nicht un­ter­drück­ba­ren Brech­reiz aus­wei­tete und für mich die Auf­gabe bei Ki­lo­me­ter 28 be­deu­tete. Dass ich zu die­sem Zeit­punkt an ei­ner Ent­zün­dung der Spei­se­röhre litt, konnte kei­ner er­ah­nen und so wurde erst nach ei­ner Un­ter­su­chung mit Ma­gen­spie­ge­lung die ein­zig un­schöne Sai­son­si­tua­tion erklärbar.

Mit ins­ge­samt 15 Wett­kampf­sie­gen und drei zwei­ten Plät­zen bli­cke ich auf meine bis­lang er­folg­reichste Sai­son zu­rück und kann es kaum er­war­ten, auch 2014 wie­der meine Wett­kampf­schuhe zu schnüren.